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V.2: Mix-System Ausgangslage: Das SL-System war unser Lösungsversuch für die Probleme des Mix-Systems. In ihm sind Spieler und fiktiver Charakter strikt getrennt. Damit ist es auch möglich, dass ein Spieler mehrere Charaktere spielt. Da das Ventauron nicht in einem bereits ausgearbeiteten Universum wie dem von Star Trek, Babylon 5 oder Star Wars spielte, standen wir allerdings vor einem großen Problem. Es war der inzwischen zweistelligen Mitspielerzahl nicht zuzumuten, ewig ein Universum in all seinen Details auszuklügeln und erst dann mit dem Spielen zu beginnen. Sie hatten sich schließlich für ein Rollenspiel und nicht für eine Ausarbeitung angemeldet. Zwei Lösungen fielen uns ein: Zum einen konnten wir die Handlung auf ein einzelnes Raumschiff, eine einzelne Kolonie oder eine einzelne Raumstation beschränken, die die Spielleitung zuvor ausarbeiten musste. Zum anderen konnte der Spielleiter die Mitspieler quasi "an die Hand nehmen", ihnen also die einzelnen Situationen und Handlungsmöglichkeiten vorgeben. Die Mitspieler mussten dann nur noch auf die konkreten Vorgaben reagieren. Das System: Wir entschieden uns für eine Mischung aus den beiden Lösungswegen. Dennoch wurde der Spielleiter (SL) die zentrale Figur im Spiel. Daher auch der Name SL-System. Von der Spielleitung wurde zunächst eine Raumstation (Far Gate 17) und ihre Umgebung so genau wie nötig ausgearbeitet. Sie wurde Ausgangspunkt und Zentrum der Handlung. Die zu bespielenden Ereignisse wurden in einzelne Episoden unterteilt. In ihnen konnten die Spieler an Schlüsselereignissen der Geschichte teilnehmen. Zwischen den Episoden konnten unwichtigere Zeitabschnitte übersprungen und von der Spielleitung lediglich kurz mitgeteilt werden. Als die Mitgliederzahl entsprechend hoch war, liefen auch zwei Episoden parallel. Jeder Spieler musste bei seiner Anmeldung einen Spieler-Charakter erstellen, mit dem er an den Episoden teilnehmen wollte. Je nach Wunsch konnte man sich später weitere Charaktere zusammenschreiben. Während des Spiels lag die Initiative allein beim Spielleiter. Er führte die einzelnen Spieler-Charaktere in die Spielhandlung ein, gab Geschehnisse wie auch Situationen vor und spielte jene Charaktere, die für die Handlung nötig aber von keinem Spieler übernommen worden waren. Auf diese Weise führte er die Spieler durch die Episode und lenkte sie auf das von der Spielleitung beabsichtigte Ende hin. Gespielt wurde zunächst in einer Mailingliste. Der Spielleiter verschickte dort seine Spielzüge. An deren Ende stand, welcher Spieler auf diese Spielzüge zu antworten hatte. Der Antwortende gab dann am Ende seines Spielzugs (je nach Situation) entweder wieder an den Spielleiter oder an einen Mitspieler ab. Später wurde auch ein Online-Forum als Spielort ausprobiert. Es zeigte sich aber, dass dort der Spielfluss erheblich leidet. |
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