Ventauron V4
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Spielzüge und Spielvarianten

Das Spiel soll nicht nur den Mitgliedern Spaß machen. Vor allem sollen dadurch Texte entstehen, die auch Außenstehende lesen. 300-seitige Romane sprechen zwar für die Schreibfreude der Mitglieder. Sie werden aber kaum jemals gelesen, so dass die einzelnen Spielzüge und damit die Leistung der Mitglieder in Vergessenheit gerät. Das V4 zielt daher zwar nicht auf kürzere Spielzüge ab. Jedoch wird in der Regel die Zahl der erlaubten Spielzüge beschränkt sein, um einigermaßen überschaubare Geschichten zu erhalten.

Vor jeder Spielrunde besteht die Möglichkeit, sich zum Spiel anzumelden. Wer zu viel um die Ohren oder einfach keine Lust auf Schreiben hat, kann pausieren und sich erst bei der nächsten oder übernächsten Spielrunde anmelden. Für jede Runde ist eine gesonderte Anmeldung nötig.
Auf diese Weise entsteht immer wieder aufs Neue eine Art Pool spielwilliger Mitglieder.

Als nächstes muss festgelegt werden, welches Spiel überhaupt gespielt wird. Im V4 gibt es nämlich mehrere Spielvarianten, die je nach den Anzahl und Wünschen der Spieler nebeneinander laufen können.

Anders als bisher finden alle Spiele ohne Spielleiter statt und die Hintergrundgeschichte, die bislang im Laufe des Spiels erst erschlossen wurde, ist von Anfang an bekannt. Dadurch sind Spiele nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen, sondern auch jeder zurückliegenden Episode ohne weiteres möglich.

Vorweg ist außerdem zu sagen, dass es jedem Ventauri - aus welchem Jhanei auch immer - frei steht, im Jhanei für Geschichte als non tätig zu sein und dort alleine oder mit anderen zusammen eine Geschichte zu verfassen. Eine solche Tätigkeit fällt aber nicht unter den Punkt der Spielvarianten, sondern unter den der Arbeit im Jhanei.

Nun aber zu den unterschiedlichen Spielvarianten:

Standard wird das "verdeckte Spiel" (V-Spiel) sein. Zwei Gruppen geben sich darin zu Beginn jeweils ein Missionsziel. Mit einer vorgegebenen Anzahl von Spielzügen muss dann jede Gruppe versuchen, nicht nur ihr eigenes Ziel zu erreichen sondern auch der anderen Gruppe einen Strich durch die Rechnung zu machen. Jede Gruppe kennt nur ihr eigenes Ziel (daher der Name "verdecktes Spiel"). Entscheidend für den Erfolg ist es also, so zu agieren, dass die gegnerische Gruppe die eigenen Absichten möglichst spät oder gar nicht erkennt.
Beim V-Spiel gibt es auf das Erreichen des eigenen Ziels genauso viele Punkte wie auf das Vereiteln des gegnerischen Plans. Außerdem hat jede Gruppe 2mal die Möglichkeit, das Missionsziel der anderen Gruppe zu erraten. Gelingt dies, dann gibt es dafür bereits die Hälfte der Punkte, die für das Vereiteln des gegnerischen Plans zu vergeben sind.
Das verdeckte Spiel endet, sobald kein Spielziel mehr erreicht werden kann (z.B. weil Team A sein Ziel erreicht und das von B vereitelt hat) und spätestens sobald die anfangs festgelegte Spielzuggrenze erreicht ist. Mit dem Spiel endet zugleich die Spielrunde (siehe oben).

Beim V-Spiel wirken sich nun erstmals die Titel des Iun und Ven aus. Beide führen nämlich jeweils eine der spielenden Gruppen an. Das heißt, sie wählen das Missionsziel. Außerdem darf der Iun als erstes einen Mitspieler wählen, dann erst der Ven, dann wieder der Iun, usw.. Die kleinstmögliche Spielvariante ist Iun gegen Ven ohne weitere Mitspieler.
In der Regel wird es außerdem an Iun und Ven sein, sich darauf zu verständigen, welche Episode als Hintergrund dient und ggf. welcher Zeitausschnitt daraus. Außerdem haben sie unter sich auszumachen, wie viele Spielzüge jedem Team bzw. jedem Spieler zur Verfügung stehen. Können sich Iun und Ven in einem dieser Punkte nicht einig werden, trifft der Jhan Sicar für Geschichte diese Entscheidung. Dabei wird grundsätzlich der Vorschlag des Iun zu bevorzugen sein. Es sei denn, dass die einheitliche Ausarbeitung der Geschichte eher den Vorschlag des Ven oder eine ganz andere Lösung nahe legt. Als weiterer Faktor ist festzulegen, wer welchen Charakter spielt. Diese Entscheidung können Iun und Ven jedem ihrer Mitspieler selbst überlassen. Sie können die Rollen aber auch in eigener Regie vergeben.

Dann gibt es da noch das "freie Spiel". Diese Spielvariante wird über das Board des Ventauron gespielt. Vorgegeben sind darin lediglich Ort und Zeit der Handlung. Es gibt keine Begrenzung der Mitspielerzahl oder der Spielzüge. Einmal gestartet steht es jedem Ventauri frei, sich mit einem Charakter seiner Wahl in die Handlung einzubringen.
Jeder Ventauri kann ein freies Spiel ins Leben rufen. Beendet wird es erst, wenn nahezu keine Aktivität mehr festzustellen ist. Besonders bieten sich natürlich Clubs und Kneipen für diese Spielvariante als Umgebung an. Schon vor langer Zeit wurde beim Ventauron beispielsweise das Chance auf FarGate 17 als Ort für eine recht ähnliche Spielvariante vorgeschlagen.

Für jeden Spielzug, der weniger als 100 Wörter enthält, gibt es beim freien Spiel einen Punkt. Für jeden ab 100 Wörtern zwei Punkte.

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