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Datenbank - Die Iuh'na


Auf Grund der Komplexität dieses Themas, wurde diese Seite in mehrere Teilbereiche untergliedert

a) Allgemeine Erklärung
b) Die Wissanschaft und die Iuh'na
c) Fähigkeiten und Natur der Iuh'na
d) Der "Duratak"
e) Voraussetzungen für einen Iuh'na


a) Allgemeine Erklärung
Eine genaue Definition, was die Iuh'na (1:1-Übersetzung wäre "Träumer") sind und was sie von normalen Menschen unterscheidet, konnte bis heute noch niemand geben. Sowohl ihre Fähigkeiten, als auch ihr Wesen, sind sehr komplex. Im Gegensatz zu Telepathen, bei denen man eine bestimmte genetische Abweichung feststellen kann, ist bei Iuh'na außer einer teilweise leicht erhöhten Gehirnaktivität kein Unterschied zu einem normalen Menschen festzustellen. Selbst dies ist jedoch kein stetiges Zeichen, sehr vage und wird von manchen gar als Zufall angesehen.
Um einen groben Eindruck der Fähigkeiten eines Iuh'na zu erhalten, muss man vor allem 2 Punkte wissen:

1. Im Gegensatz zu einem Telepathen hat ein Iuh'na nicht ständig eine gewisse Fähigkeit zur Verfügung. In einer Situation kann er beispielsweise gar keine Gedanken seines Gegenübers empfangen, in einem andere kann er jede beliebige Information erhalten. Letzterer Fall ist jedoch eher selten und nur in ganz speziellen Situationen zu beobachten. Man kann also eine Inkontinuität in der Stärke der Kräfte festhalten.
2. Neben der Inkontinuität der Kräfte ist auch eine starke Varianz der Art der Kräfte zu erkennen. Obwohl bei Iuh'na stets eine gewisse gleiche Basis vorhanden ist, kann man Iuh'na nicht in eine bestimmte Form pressen, indem man sagt, dass sie alle bestimmte Fähigkeiten haben, nur eben unterschiedlich stark ausgeprägt. Im Gegenteil. Wenn ein Iuh'na ganz speziell Fähigkeiten im Kampf entwickelt hat, kann sich ein anderer ganz auf das Verstehen der eigenen und fremder Spezies spezialisieren. Iuh'na, die das vollständige Spektrum an Fähigkeiten und auch noch in einer hohen Intensität besitzen, sind extrem selten.

Ist dies verstanden, kann man beginnen, verschiedene Fähigkeiten zu beschreiben. Dies ist jedoch äußerst schwierig, da das Spektrum wirklich sehr umfassend ist. Es reicht dabei vom einfachen Gedankenlesen über das Beeinflussen von Materie bis hin zur Veränderung des Zeitablaufs.

Diese Fähigkeiten kommen jedoch nur sehr langsam, bilden sich nach und nach aus und auch nur so weit, wie man sie beherrschen kann. Schulung ist daher nur notwendig um sein volles Potential auszunutzen und nicht etwa, um es beherrschen zu können.

Der Hauptgrund, warum man gerade einem Iuh'na die Leitung des Ventauron überlässt, ist nicht etwa sein besseres und schnelleres Verständnis komplexer interstellarer Zusammenhänge oder seine Möglichkeit, Teile der Zukunft zu erahnen, sondern seine Unfähigkeit, zu korrumpieren oder seine Macht zu missbrauchen. Theoretisch ist es möglich, dass ein Iuh'na dieser Sachen wieder fähig wird, was jedoch unweigerlich zu einem sofortigen Verlust all seiner besonderen Fähigkeiten führen würde. Obwohl dies bei "stärkeren" Iuh'na noch niemals vorgekommen ist, hat man daher dennoch in der Verfassung die Möglichkeit integriert, dass der Iun-Rat den Präsidenten seines Amtes enthebt, sollte dieser den Status eines Iuh'na verlieren.

Ein weiteres Merkmal eines Iuh'na ist seine lange Lebenserwartung. Ein menschlicher Iuh'na beispielsweise hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 500 Jahren. Es gab jedoch auch schon Iuh'na, die gerade 200 Jahre und die bis zu beinahe 1000 Jahre alt wurden. Der Alterungsprozess einen Menschen läuft dabei so weit in normaler Geschwindigkeit ab, bis er voll ausgewachsen ist. Ab dann verlangsamt er sich rapide.

Die Tatsache, ein Iuh'na zu sein, bringt keine direkten Verpflichtungen mit sich, oder bindet einen an die Mitgliedschaft einer bestimmten Organisation. Dennoch sind die meisten Iuh'na entweder in der Politik aktiv, oder in der nona.

Zum Schluss sollte noch angemerkt werden, dass nach dem Verständnis der Iuh'na selbst, grundsätzlich jedes Individuum ein Iuh'na ist, nur eben in einer niedrigeren Entwicklungsstufe. Der Einfachheit halber bezeichnet man jedoch diese Individuen nicht als Iuh'na.


b) Die Wissanschaft und die Iuh'na
Wie schon anfangs erwähnt, konnte die Wissenschaft bis zum heutigen Tage keine rationale Erklärung geben, woher die Kräfte der Iuh'na genau kommen, wie sie wirken und auf was genau sie einwirken. Das einzige, was man in einer Reihe von Untersuchungen herausgefunden hat, ist, dass die Kräfte eines Iuh'na nicht durch Emission von Energie eines bestimmten Organs verursacht werden und das offensichtlich physikalische Gesetze bei der Anwendung dieser besonderen Fähigkeiten nur eine untergeordnete Rolle spielen.

In Anbetracht dieser Tatsachen, wurde die intensive Erforschung der Natur der Iuh'na aufgegeben. Einige wenige Wissenschaftler forschen zwar immer noch, jedoch nicht mehr im Licht und der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Diese hat die Iuh'na inzwischen, genau wie die Telepathen auch, als etwas Normales und Gegebenes akzeptiert.


c) Fähigkeiten und Natur der Iuh'na
Auch in diesem Punkt wird an die vorausgegangene Erklärung angeschlossen. Wie schon geschildert, gibt es keine fest Schablone für die Fähigkeiten. Daher werden in diesem Punkt 3 Persönlichkeiten (2 Iuh'na, 1 gewöhnlicher Mensch) zitiert, die sich mit diesem "Problem" beschäftigt haben.

Das erste Zitat stammt von einem der ersten Anführer der Iuh'na, noch während der Zeit der alten Föderation. Dieser sagte:
"Iuh'na sind nichts weiter als Zahnräder, die sich verselbstständigt haben und es schafften, dem ewigen Uhrwerk zu entkommen."
Zu einem späteren Zeitpunkt fügte er ohne diesen Gedanken nochmals aufzugreifen noch hinzu:
"Man kann etwas nur dann wirklich verstehen und weise beeinflussen, wenn man nicht inmitten davon ist, sondern darüber steht und frei agieren kann."
Obwohl dies mehr als vage scheint, sind sich jedoch alle Iuh'na einig, dass dies ihre Natur und die damit verbundenen Fähigkeiten mit am besten beschreibt.

Ein viel abstrakteres Bild lieferte hingegen ein Duratak vor einem Wissenschaftsausschuss auf die Frage eines Wissenschaftlers hin, ob er dem Ausschuss einen Vergleich, ein Bildnis davon geben könne, wie ein Iuh'na das Universum sieht und wie es auf ihn selbst wirkt, wenn er Einfluss darauf nimmt. Die Antwort lautete:
"Stellen Sie sich das gesamt Universum als eine Art Strom, aus Materie, Energie oder was auch immer Sie wollen, vor. Jeder Gegenstand, jeder Gedanke und jedes Atom ist darin enthalten. Sie alle sind miteinander verbunden und ineinander überführbar, jedoch klar abgrenzbar und mit einer ganz speziellen Farbe versehen. Um unsere Phantasie nicht unnötig zu belasten nehmen wir rot für etwas Schlechtes und blau für etwas Gutes. Diese beiden Farben grenzen unser Farbspektrum ein, die dazwischenliegenden Farben sind dabei jeweils Stufen zwischen dem durch und durch Guten und Schlechten. Nun stellen Sie sich weiter vor, dass Sie die Fähigkeit hätten, diesen Strom sowohl in Farbe, als auch in Struktur zu beeinflussen. Jetzt können Sie erahnen, wie ein Iuh'na das Universum sieht und wie seine Kräfte wirken."

Das letzte Zitat stammt von einem Wissenschaftler, einem Nicht-Iuh'na, der sich ein Leben lang mit den Iuh'na beschäftigt hat. Folgende Worte äußerte er auf der Pressekonferenz anlässlich seines Rückzugs aus der Forschung auf die Frage eines Reporters hin, was er zusammenfassend zu seiner Arbeit sagen könne:
"Ich begann mit der Untersuchung des Iuh'na-Phänomens ganz systematisch, in der überheblichen Annahme, dass meine Kollegen einen Fehler gemacht oder etwas übersehen hätten. Ich endete dem Wahnsinn nahe, mit der Erkenntnis, dass es bei den Iuh'na nichts gibt, was man fehlerhaft behandeln oder übersehen könnte. Es sind Menschen wie du und ich und dennoch halte ich es nach dem Studium ihrer Fähigkeiten für möglich, dass ein besonders Fähiger eine ganze Galaxie auslöschen könnte, wäre es unabdingbar."



d) Der "Duratak"
Wie schon erwähnt, entstehen aus der Tatsache, Iuh'na zu sein, keine besonderen Verpflichtungen. Einige, sozusagen "Vollzeit" Iuh'na, gibt es aber dennoch, die sich entschlossen haben, ihre Fähigkeiten als Beruf auszuüben und eine lange und schwere Ausbildung zum "Duratak" (Plural: Durataih) auf sich zu nehmen. Jeder Duratak ist also ein Iuh'na, aber bei weitem nicht jeder Iuh'na ein Duratak. Für das Wort Duratak selbst gibt es keine Übersetzung, die dem ganzen Ausmaß, das diesem Titel in der silanischen Sprache, aus der es stammt, gerecht werden würde. Man sollte Duratak deshalb einfach als Titel ansehen und das Wort so stehen lassen, wie es ist.

Durataih sind generell für den Staat tätig. Vor allem in der nona verrichten sie daher ihre Arbeit, jedoch sehr wohl auch in anderen Abteilungen - eben ganz der Neigungen des einzelnen Duratak entsprechend.


e) Voraussetzungen für einen Iuh'na
Wie bereits kurz angesprochen, ist man nicht Iuh'na durch eine genetische Mutation und von Geburt an. Die Gene eines Menschen spielen hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Sie schaffen nur die Mindestvoraussetzung, dass sich ein Mensch in seinem späteren Leben vielleicht einmal zum Iuh'na entwickeln kann. So wurde beispielsweise beobachtet, dass Iuh'na in der Regel recht intelligent sind. Einen wesentlich bedeutenderern Part bilden jedoch die charakterliche und geistige Entwicklung. Auch hier gibt es keine feste Schablone und jeder Iuh'na hat seinen eigenen Charakter. Dennoch kann man stets einen kleinsten gemeinsamen Nenner erkennen, aus dem sich alles andere ableitet. Diesen Nenner genau zu definieren, wäre jedoch zu viel verlangt.

Wird ein Iuh'na korrupt, ein Psychopath oder verliert irgendeine andere Voraussetzung, so verliert er seine Kräfte sofort. Es ist nun vielleicht schwer verständlich, wieso ein sonst fähiger Iuh'na nun plötzlich all seine Kräfte verlieren soll, nur weil er beispielsweise machtbesessen geworden ist. Nun, es fehlt dann schlicht plötzlich eine der Voraussetzungen um Iuh'na zu sein, und sobald auch nur eine Voraussetzung nicht mehr gegeben ist, ist man kein Iuh'na mehr. Dies mag vielleicht ein wenig weit hergeholt oder auch unverständlich scheinen. Zwei Beispiele werden zeigen, dass es dies keineswegs ist.

Betrachtet man beispielsweise einen Autofahrer, der in diesem Fall dem Iuh'na entspricht. Wird er plötzlich blind, kann er nicht mehr fahren, egal wie gut er vorher fahren konnte oder wie lange er nun schon seinen Führerschein hatte. Eine Voraussetzung fehlt und somit fällt die gesamte Folge weg.
Ein weiteres Beispiel wäre ein Weltklasse-Sprinter, der z.B. durch einen Unfall plötzlich querschnittsgelähmt ist. Auch hier spielt es wie bei einem Iuh'na keine Rolle, wie gut er vorher war oder wie stark er für seine Leistungen trainiert hatte. Er kann einfach nicht mehr laufen.

Mit dem letzten Beispiel kann man übrigens auch veranschaulichen, wieso die Tatsache, Iuh'na zu sein, automatisch gewisse andere Tugenden und Verhaltensmuster mit sich bringt. Ein Weltklasse-Sprinter wird, allein durch die Tatsache, dass er ein solcher ist, Verhaltensmuster einhalten. So wird er beispielsweise regelmäßig trainieren oder auf seine Ernährung achten. Bei einem Iuh'na wäre das dann eben damit gleichzusetzen, dass er beispielsweise seine Macht nicht mehr missbraucht.


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