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In den ersten Tagen nach
dem Anschlag an der Frontier meldeten sich zahlreiche
renommierte Experten zu Wort. In den Beitr‰gen der
Fachleute, und zumeist Kritiker, fiel h‰ufig der
Begriff vom "Kampf der Kulturen". Die
Referenten beriefen sich hierbei auf das Buch des langj‰hrigen
Beraters des Auenministeriums und Leiters des Pardhoff
-Institutes fr Strategische Studien, Samuel Goldberg.
Ursache
des Terrors nicht in Kulturunterschieden begrndet
Nach Goldbergs Verffentlichung im Jahr 2876 entbrannte
in Fachkreisen eine leidenschaftliche Diskussion ber
dessen These, mit dem Wegfall des multipolaren Systems
auf der Erde werde zuknftig die Zeit der
Auseinandersetzung mit exterristischen Kulturen
anbrechen. In den letzten Tagen avancierte diese
Prognose zum Schlagtot-Argument fr ein entschlossenes
milit‰risches Vorgehen gegen die Krijar und eine st‰rkere
Milit‰rpr‰senz an den Grenzen. Hierbei bersehen Anh‰nger
der These Goldbergs, wie Tibi Al Basam und Peter
Falkenberg, dass die Ursache des Terrorismus gegen die
Konfderation nicht zwangsl‰ufig in der Kultur der
Krijar begrndet liegt.
Wer die
Hintergrnde der Anschl‰ge allein in der Kultur der
anderen vermutet, der begeht folgenschwere Denkfehler:
Erstens stellt man sich, folgt man Goldberg,
argumentativ mit denen zusammen, die mit dem vergangenen
Krieg den Untergang unserer Zivilisation
heraufbeschworen haben, denn auch sie werden direkt oder
indirekt einen "Kampf der Kulturen" ausgerufen
haben, in dem die unsere als Herrschende hervorgehen
sollte.
Zweitens verdeckt man die tats‰chlichen Ursachen des
Terrors und folglich mgliche Ans‰tze diesen Konflikt
zu lsen. Denn dass der Konflikt politische Hintergrnde
haben knnte, beispielsweise ein Eindringen unserer
Zivilisation in das Gebiet der Krijar und damit eine
klare Grenzverletzung, zeigt die Tatsache, dass nach
unserem bisherigen Wissen kein weiterer Versuch
unternommen wurde, die Konfderation anzugreifen.
Natrlich
bestreitet niemand, dass kulturelle Pr‰gungen und
gewachsene Traditionen gewisse Auffassungen und das Verh‰ltnis
zur Gewalt mitbestimmen Aufgrund unserer mangelnden
Kenntnisse der Kultur der Krijar, wird diese zur Zeit
von unserer Regierung lediglich zum erreichen
hegemonialer Ziele instrumentalisiert. Die Kultur der
Krijar wird von Sendern der Mercury Media als
befremdende Ideologie der Zerstrung und als
Legitimation von Krieg und Expansion missbraucht.
Nicht zu
letzt enth‰lt diese polarisierende Darstellung auch
einen bitteren Beigeschmack, der an den Grenwahn
vergangener Zeiten erinnert. Doch es gibt auch Anlass zu
Hoffnung: Die Regierung der Konfderation hat nach
derzeitiger Einsch‰tzung erkannt, dass es sich nicht um
ein kulturelles, sondern um ein politisches Problem
handelt.
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