October, 20th 2881

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WAS NUN, MR. CRIANI?

von Admiral Peter Boxner

Der erste Kontakt mit den Krijar machte deutlich, dass die Fremden nicht davor zurckschrecken, das Leben Tausender fr die Durchsetzung ihrer politischen und milit‰rischen Ziele zu zerstren. Was gestern an der Frontier geschah, kann bereits morgen berall geschehen. Darber sind sich Regierung und Opposition einig. Dennoch fhrt der Umgang mit den Krijar zu politischem Streit: Die Regierungspartei bereitet sich

Pr‰sident auf Kurssuche
nicht nur gedanklich auf eine milit‰rische Invasion  vor, die Opposition hingegen verurteilt diese Pl‰ne und lehnt eine milit‰rische Lsung unter allen Umst‰nden ab. Doch was bedeutet das fr die Politik der Konfderation? Ein Alleingang der Regierung oder ein berparteilicher Konsens? Was nun, Mr. Criani?

Vom Appeasement mag sich die Opposition taktische Vorteile fr die Wahl versprochen haben, wobei die letzten Umfragen zeigen, dass diese Rechnung nicht aufgegangen ist. Als auen- und sicherheitspolitisches Konzept ist es allerdings vollkommen nutzlos. Das gemeinsame strategische Ziel muss es sein, die Gefahr zu bannen, die von den Krijar ausgeht. Nach bisherigen Erkenntnissen verfgen sie ber milit‰rische Ausrstung und Waffentechnologie von erheblichem Potential. Unter diesen Umst‰nden verspricht nur eine konsequent zweigleisige Strategie Erfolg: Selbstverst‰ndlich sollten diplomatische Bemhungen gemacht werden. Parallel mssen wir jedoch eine glaubwrdige milit‰rische Drohung gegen die Krijar aufbauen. Glaubwrdig heit, dass der Schlag tats‰chlich erfolgen kann. Bluffen alleine reicht nicht. Das  bisherige Verhalten der ÑFremdenì l‰sst bezweifeln, dass diplomatische Gespr‰che stattfinden und so friedliche Lsungen gefunden werden. Indem sie sich mit Vertretern der Konfderation an einen grnen Tisch setzen und die Auenpolitik beider Vlker gemeinsam neu definieren, liee sich ein Krieg noch verhindern. Sie werden es voraussichtlich nicht tun. 

Trotz derzeitiger Skepsis wird Hale, der Fhrer der Opposition, dem Pr‰sidenten und der Regierung wohl folgen. Er unterstreicht aber immer wieder, dass er sich zu keinen riskanten Eins‰tzen hinreien lassen mchte. Erst wenn es Hale gelingt, die eigenen Reihen von der Wichtigkeit milit‰rischer Eins‰tze an der Grenze zu berzeugen und diese im Senat geschlossen auftritt, wird es gelingen, Druck auf die Regierung ausben und waghalsige Abenteuer, sofern angedacht, zu verhindern. Die aktuelle Debatte deutet aber darauf hin, dass Hales Partei noch weit entfernt ist von dieser sicherheitspolitischer Normalit‰t. Gewiss hat ein Krieg dessen Ausma vollkommen unklar ist,  fr die Krieg  fhrenden Parteien oftmals problematische Konsequenzen:  Die Konfderation wird kurz- und mittelfristig mit wirtschaftlicher und innenpolitischer Instabilit‰t zu k‰mpfen haben, sollte es zu keinem schnellen Erfolg kommen, werden sich die Fronten der politischen Lager wohlmglich verh‰rten und das Volk spalten, doch all dies ist nicht gegen die Folgen, die verunsichertes Warten haben wird.  

Criani muss weiterhin St‰rke zeigen und mit aller Entschlossenheit gegen die Bedrohung an unseren Grenzen vorgehen. Zum Schutze der Konfderation, zum Schutze der Menschheit.  

 

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